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Backofen Kaufberatung

KaufberatungAuf der Suche nach einem Backofen? Im folgendem möchten wir Ihnen in unserer Kaufberatung einige wichtige Informationen und Denkanstöße für den Backofenkauf an die Hand geben um das richtige Gerät zu finden.

  1. Typ
  2. Heizarten
  3. Funktionen
  4. Platzbedarf, Optik und Design
  5. Reinigung
  6. Zubehör
  7. Lärmentwicklung
  8. Energieeffizienz
  9. Preis und laufende Kosten
  10. Fazit


Typ

Freistehend oder Einbau-Backofen?
Diese Frage dürfte sich in den meisten Fällen aus den örtlichen Gegebenheiten ergeben. In den meisten Küchen ist Platz für einen Einbau-Backofen vorgesehen. Das Angebot an Einbau-Backöfen übersteigt das von freistehenden auch deutlich.

Backofen und Herd: Getrennt oder als Kombination in einem Gerät?
Wer einen Backofen sucht, ist oft auch auf der Suche nach einem Herd. Während man diese früher oft zusammenaufgestellt hat, geht man heute hier meist getrennte Wege. So können sowohl Backofen als auch Herd in einer bequemen Arbeitshöhe aufgestellt bzw. eingebaut werden. Von einem Einbauherdset ist in diesem Fall abzuraten, denn diese können in der Regel nicht getrennt von einander aufgestellt werden, da das Bedienelement für Herd als auch Backofen vorgesehen ist.


Heizarten

Die wichtigsten Heizarten in der Übersicht:

  • Ober- und Unterhitze – Gehört zur Grundausstattung eines jeden Backofens. Hier übernehmen Heizspiralen an Decken und Boden die Aufheizung. Je nach Preisklasse sind sind dabei besser oder schlechter versteckt. Zum Teil lässt sich auch nur Ober- oder Unterhitze als eigenständige Betriebsart betreiben.
  • Umluft – Hier wird die warme Luft durch einen Ventilator verteilt. Hauptvorteil ist eine gleichmäßige Verteilung der Luft. Durch eine niedrigere Temperatur wird dabei Strom gespart. Außerdem können hier problemlos zwei Ebenen gleichzeitig genutzt werden.
  • Heißluft – Hier ersetzt ein Ringheizkörper die Heizspiralen – außerdem kommt auch hier ein Ventilator zum Einsatz. Dieser wird vom Ringheizkörper umgeben. Genauso wie bei Umluft ist der Backofen hierdurch gleichzeitig warm und es können zwei Ebenen verwendet werden.

Welche Heizarten brauche ich?
Ober-\Unterhitze, Umluft und Heißluft sind als Basis-Heizarten eigentlich heute in jedem Backofen als Standard vorhanden. Es sind auch die mit Abstand am häufigstem genutzten Funktionen. Auch eine Grillfunktion findet sich heute immer häufiger in Backöfen. Daneben gibt es weitere Betriebsarten die seltener anzutreffen sind – hierzu gehören Dampfgaren und Sous Vide-Garen (Vakuum-Kochen).


Funktionen

Die Basis-Funktionen eines jeden Backofens sind natürlich im vorherigem Punkt aufgeführten Heizarten. Hinzu kommen aber je nach Backofen noch eine Vielzahl weiterer Funktionen:

  • Schnellaufhitzung – Immer mehr Backöfen bieten auf Tastendruck eine Schnellaufhitzung an.
  • Mikrowelle – Durch einen Backofen mit integrierter Mikrowelle kann man sich hierfür ein Extra-Gerät sparen.
  • Programme – Einige Backöfen bieten Programme an. Hier wird ausgewählt was im Backofen zubereitet werden soll. Im Programm sind dazu Heizarten, Temperaturen und Zeiten hinterlegt und laufen während des Garvorganges automatisch ab.
  • Programmierbar – Backdauer und Temperatur sind Standardeinstellungen. Bei programmierbaren Backöfen kann man aber zum Beispiel auch Einstellen, ob die Temperatur während des Backvorganges zu- oder abnehmen soll.
  • Display – Auf ein Display verzichtet heute kein Backofen. Hier können zum Beispiel die Zieltemperatur, aktuelle Temperatur und Heizart abgelesen werden. Auch eine Wecker-Funktion ist heute eigentlich Standard. Im Standby-Betrieb wird in der Regel die Uhrzeit angezeigt.
  • Reinigung – Auf diese gehen wir im nächstem Abschnitt gesondert ein.
  • Weitere Funktionen – Kindersicherung, Zeitschaltautomatik, Bratenthermometer, Kurzzeitwecker, Drehspieß


Platzbedarf, Optik und Design

Optik und Design spielt heute in fast allen Lebensbereichen eine große Rolle und macht auch vor der Küche keinen Halt. Wirklich entscheidende Unterschiede gibt es hier bei der Farbe allerdings nicht. Zumeist hat man es mit einer Kombination von Edelstahl und Schwarztönen zu tun. Hinzu kommt natürlich die Glastür, Display und etwaige Knöpfe und Regler. In der Regel sieht man teureren Geräten den Preis aber schon in Form einer edleren Optik an.

Platzbedarf
Zu jedem Backofen werden auch die Abmessungen veröffentlicht. Diese Angaben müssen natürlich mit dem vorgesehenem Platz abgeglichen werden. Für Einbau-Backöfen gelten in der Regel allerdings die Standarmaßen: 55 cm Ofenbreite und 59,5 cm Höhe. Wobei durch die Frontseite meist über die Ofenbreite hinausragt und so auch auf eine Breite von 59,5 cm kommt. Die Einbau-Backöfen passen so in Mulden von 60 cm Höhe und 56 bis 59 cm Breite. In die Tiefe sollte am Ende noch rund 15 cm Platz für Kabelführung und Entlüftung verbleiben.

Neben diesen Standardeinbaubacköfen werden auch Kompaktbacköfen angeboten. Diese sind lediglich 45 cm hoch und so gut für besonders kleine Küchen geeignet.


Reinigung

Zur einfacheren Reinigung sind Backöfen mit einer der folgenden Optionen ausgestattet:

  • Emaillebeschichtung – Diese Beschichtung sorgt für eine besonders glatte Oberfläche. Hier kann sich der Schmutz schlechter absetzen. Allerdings ist diese Beschichtung empfindlich. Aggressive Schwämme und Scheuermittel können diese aber beschädigen. Hersteller nennen diese Oberflächen auch ActivEmail, EcoEmail, GlanzEmail, PerfectClean, SuperClean oder auch LongClean-Email.
  • Katalytische Selbstreinigung – Auch hier wird durch Emaille eine glatte Oberfläche geboten. Hinzu kommen aber zusätzliche Partikel die Schmutz in Kohlendioxid und Wasserdampf umwandeln. Das passiert während des Backens. Allerdings ist auch diese Oberfläche anfällig für Beschädigungen.
  • Pyrolytische Selbstreinigung – Dies ist aktuell eine der modernsten Reinigungsmöglichkeiten. Hier ist der Backofen mit einem Extra-Reinigungsprogramm ausgestattet. Nach dem Start erhitzt der Backofen auf 500 Grad. Als Folge verglühen die Schmutzteilchen. Je nach Verschmutzungsgrad kann dies bis zu 2 Stunden dauern. Dabei wird natürlich einiges an Strom verbraucht. Außerdem sind Backöfen mit Pyrolyse-Funktion deutlich teurer.

Am einfachsten und damit auch am besten ist natürlich die Reinigung durch Pyrolyse. Das muss einem dann allerdings auch der deutlich höhere Anschaffungspreis wert sein.


Zubehör

Jeder Backofen wird mit einigem Zubehör ausgeliefert. Dazu gehören eigentlich immer ein oder zwei Backbleche sowie ein Backrost. Daneben können auch Universalpfannen oder ein Einlegerost zum Lieferumfang gehören. Hinizu kommt ein Angebot an weiterem zukaufbarem Zubehör. Dies sind meist etwas ausgefallenere Dinge wie zum Beispiel Pizzaformen oder ein Brotbackstein.

Backwagen, Teleskopauszug oder Vollauszug?
Jeder muss für sich entscheiden ob er einen Backofen mit Teleskopauszügen oder Backwagen möchte. Letzteres lässt sich komplett aus dem Backofen herausfahren. Zumeist werden heute aber Teleskopauszüge angeboten. Teleskopauszüge werden in verschiedenen Ausführungen angeboten. Dazu gehören der 3-fach Vollauszug und 2-fach\3-fach Teleskopauszüge.

Vor allem wenn der Backofen in Bodennähe – zum Beispiel unterhalb eines Herdes steht, hat ein Backwagen seine Vorzüge. In angenehmerer Arbeitshöhe würde der Backwagen hingegen eher behindern und ein Teleskopauszug ist die bessere Wahl. Auch bei gleichzeitiger Nutzung mehrerer Ebenen kann ein Backwagen eher hinderlich sein. Der 3fach-Teleskop-Vollauszug hat gegenüber einem normalem Teleskopauszug den Vorteil, dass die Bleche komplett herausgezogen werden können. Vielfach werden diese auch als Extra-Zubehör zum Nachrüsten angeboten.


Lärmentwicklung

Mit dem Backvorgang ist auch immer einiger Lärm verbunden. Auch nach dem Backvorgang laufen die Lüfter noch eine Weile um den Backofen wieder abzukühlen. Zu jedem Backofen werden daher in der Regel auch die Geräuschemissionen in Dezibel (dB) angegeben.

Energielabel Backofen

Energieeffizienz

Für Elektrogroßgeräte ist in der Regel heute das EU-Energie-Label vorgeschrieben. Das Bild recht zeigt die offizielle Vorlage für dieses. Schon die Orientierung an der Buchstaben-Skala ermöglicht eine erste gute Einschätzung. A+++ ist hier die bestmögliche Bewertung und D die schlechteste Bewertung. Auf dem Label muss außerdem der Stromverbrauch des Backofens angegeben werden. Dies gilt für die konventionelle Nutzung mit Ober- und/oder Unterhitze sowie Umluft. Angegeben wird hier der Stromverbrauch pro Zyklus in kWh.

Schaut man sich aktuell am Markt um, dann wird es schwierig ein Gerät mit Top-Bewertung zu finden. Aktuell gibt es noch keine Backöfen mit der Energieeffizienzklasse A+++. Aber ein wenig Platz nach oben ist für die Hersteller als Ansporn sicherlich nicht verkehrt. Aktuell finden sich vor allem Backöfen mit der Energieeffizienzklasse A am Markt. Diese würden wir bei der Auswahl eines Gerätes auch als Mindest-Maßstab empfehlen. Es empfiehlt sich ohnehin etwas genauer hinzuschauen und nicht nur die Energieeffizienzklasse, sondern auch den Verbrauch in kWh zu vergleichen.


Preis und laufende Kosten

Auf Kostenseite sind vor allem Anschaffungskosten sowie Energiekosten zu betrachten. Preislich bewegen sich Backöfen in einer sehr großen Spanne und beginnen bereits ab etwa 200 bis 300 Euro. Wer ein absolutes Premium-Produkt möchte kann aber auch problemlos über 1.000 Euro ausgeben. Der Preis spiegelt hier neben der Qualität auch den Umfang der Funktionen sehr gut wieder.

Auf den Punkt Energieverbrauch sind wir bereits im vorhergehendem Punkt eingegangen. Betrachtet man diesen Punkt nicht aus Umweltschutzgründen, sondern ausschließlich aus Sicht der Kosten, so lohnt sich vor allem bei sehr häufiger Nutzung ein vielleicht teureres aber dafür energieeffizienteres Gerät. Und umgekehrt gilt natürlich, wer seinen Backofen nur sehr selten nutzt, muss auf dessen Energieeffizienz vielleicht keinen großen Wert legen. Allerdings gibt es heute bereits sehr viele günstige Geräte mit der schon ganz guten Energieeffizienzklasse A.


Fazit

Wie unsere kleine Kaufberatung zeigt, gibt es eine ganze Reihe von Punkten die man bei der Auswahl eines Backofens beachten sollte oder zumindest beachten könnte. Am Ende wird man dabei meistens den ein oder andere Kompromiss eingehen und seine eigenen Prioritäten setzen.

Weiterführende Ratgeber


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